Stadt Geislingen an der Steige

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Mir Geislenger – Oos Aldaschdedder Eine Stadt wächst zusammen

100 Jahre kommunale Vereinigung von Geislingen und Altenstadt

Durch die Industrialisierung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erfuhr Altenstadt, die dörfliche Nachbargemeinde von Geislingen, einen ungeheuren Bevölkerungszuwachs mit dem Zuzug von Arbeitskräften, die in der MAG, der WMF und der SBI Arbeit und Brot fanden. Doch Nutznießer des Steueraufkommens war die Stadt Geislingen, die wegen der Lage der Großbetriebe hauptsächlich davon profitierte. Altenstadt dagegen geriet zunehmend in Finanznot und schließlich an den Rand des Ruins.

So kam es, dass die bürgerlichen Gremien von Altenstadt 1902 in Geislingen den Antrag auf Vereinigung der beiden Gemeinden stellten. Dies stieß in Geislingen zunächst auf hartnäckigen Widerstand, der zu dem berühmten Ausspruch des Geislinger Gemeinderats Deschler führte: ‚Dr Baach soll ons ewig trenna!‘ Doch nach zehnjährigen zähen und kurios anmutenden Verhandlungen wurden die beiden Gemeinden am 1. April 1912 feierlich vereinigt.

Der Zusammenschluss von Geislingen und Altenstadt war keine Liebesheirat sondern eine Vernunftehe, aber sie bildete die Grundlage für die weitere Entwicklung der großen Kreisstadt Geislingen an der Steige, die nachdem Zweiten Weltkrieg mit dem Wirtschaftsboom der 1960er Jahre prosperierte und den ganzen Talkessel auszufüllen begann.

Der Stadtteil Altenstadt (in der unteren Bildhälfte) heute
Der Stadtteil Altenstadt (in der unteren Bildhälfte) heute

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Stadtarchiv Geislingen
Hartmut Gruber M. A.
Schillerstraße 2
73312 Geislingen an der Steige
Tel: 07331 24 268
Fax: 07331 24 1268
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Chronik

Mir Geislenger – Oos Aldaschdedder
Chronik der Vereinigung von Geislingen und Altenstadt