Stadt Geislingen an der Steige

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Hintergrundinformationen

Gemäß der Europäischen Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (2002/49/EG) ist entlang besonders belasteter Verkehrswege der Verkehrslärm zu ermitteln und in Form von Lärmkarten darzustellen. In Geislingen an der Steige stehen in diesem Zusammenhang die Lärmbelastungen durch den Straßen- und Schienenverkehr im Mittelpunkt.

Die Umgebungslärmrichtlinie sieht ein mehrstufiges Konzept vor. Bereits 2007 wurden klassifizierte Hauptverkehrsstraßen mit einer Verkehrsbelastung von mehr als 16.400 Kfz/Tag und Haupteisenbahnstrecken mit mehr als 164 Zügen/Tag kartiert.

In der zweiten Stufe der Lärmkartierung wurden klassifizierte Straßen mit einer Verkehrsbelastung von mehr als 8.200 Kfz/Tag und Haupteisenbahnstrecken ab 82 Zügen/Tag berücksichtigt.

Die Lärmaktionsplanung muss folgende Schritte umfassen:

  • Bestandsaufnahme der Verkehrslärmbelastung
  • Verortbarkeit der Betroffenheiten
  • Ausarbeitung strategischer Lärmkarten
  • Ausarbeitung von Aktionsplänen
  • Breite Information und Beteiligung der Öffentlichkeit
  • Regelmäßige Aktualisierung (alle 5 Jahre)

Mit der Erarbeitung der Lärmaktionsplanung für die Stadt Geislingen an der Steige wurde das Ingenieurbüro Möhler + Partner beauftragt. Die erste Aufgabe des Büros bestand darin, die vorhandenen Lärmkarten für die Bereiche Straße und Schiene miteinander zu verbinden und auf diese Weise eine Karte über die Gesamtlärmbelastung zu erhalten. Der nächste Schritt war die Erstellung gebäudescharfer Lärmkarten, aus denen ersichtlich ist, welche Gebäude übermäßig stark durch Verkehrslärm belastet sind. Informationen und Karten zum Bestand sind hier abrufbar.

Von Ende März bis Ende April hatte die Bevölkerung im Rahmen der Bürgerbeteiligung die Möglichkeit, ihre Meinung und ihre Anregungen zum Thema Verkehrslärm einzubringen.

Bei einer Informationsveranstaltung am 23. Juni stellte das Ingenieurbüro Möhler & Partner Maßnahmenvorschläge vor, die auf der Grundlage der Lärmkartierung sowie der Bürgerbeteiligung erarbeitet wurden. Informationen zu den Maßnahmen sind hier abrufbar.

Als nächster Schritt wird sich nach der Sommerpause der Gemeinderat mit den Maßnahmenvorschlägen befassen.

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