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Neues aus dem kulturellen Bereich

Sommer der VerFührungen - Besichtigung der WMF

Tanja Falzone

Die Geislinger WMF bot auch dieses Jahr wieder eine Besichtigung ihrer Kochgeschirrfertigung an.
Ganze 47 Teilnehmer aus Geislingen und der Umgebung interessierten sich für diese Werksführung und ließen sich von ehemaligen Mitarbeitern der Firma in die Geschichte der WMF mitnehmen.

Im modernen Kommunikationszentrum der WMF starten drei Gruppen die kostenlose Führung. Manfred Neuschl, der 1966 als Auszubildender in der WMF angefangen hat, ist heute Rentner und begleitet die Werksführung. Seine Gruppe beginnt im gegenüberliegenden Showroom. Hier stehen Ausstellungsstücke von Pfannen, Töpfen und Gastronomie-Kaffeemaschinen. Viele Verkaufsgespräche finden in der angenehmen Atmosphäre statt. Er erklärt, dass das Design der WMF-Produkte heute noch in Geislingen erstellt wird.

Aus dem Ausstellungsraum heraus geht es zu der vergoldeten „Paradiestür“. Diese ist die Reproduktion der „Paradiestür“ in Florenz. Sie ist 6x4 m groß und wiegt zwei Tonnen. Das Original schuf Lorenzo Ghiberti 1425 bis 1452 für das Baptisterium in Florenz. 10 Reliefs, welche Szenen aus dem Alten Testament zeigen, schmücken die Tür, welche aufgrund ihrer lebendigen Darstellung schon damals große Bewunderung der Zeitgenossen hervorrief. Michelangelo soll über die Tür gesagt haben: „Sie ist würdig, den Eingang zum Paradies zu schmücken“. So stellt die edle Paradiestür bereits den ersten Höhepunkt der Führung dar.

Auf dem Weg in die Produktionshallen der Kochgeschirrfertigung erfahren die Teilnehmer, dass Daniel Straub 1853 eine Firma gründete, welche, nach dem frühen Tod seines einzigen Sohnes Heinrich, 1880 zur Aktiengesellschaft „Württembergische Metallwarenfabrik Geislingen“ wurde – der heutigen WMF.

Staunend stehen die Besucher vor der größten Roboteranlage für Kochgeschirrfertigungen. Mehrere Millionen Euro wurden in diese hochmoderne Abteilung investiert. Hier werden die Ronden ausgestanzt und in einer Presse tiefgezogen, sodass Pfannen, Töpfe und Deckel entstehen. Es wird gelasert, geformt, geschweißt, geschliffen und poliert - in Sekundenschnelle werden hier verschiedene und sehr präzise Vorgänge erledigt. Beeindruckend ist die aus 33 Robotern bestehende, hochmoderne Schleifanlage. Für die Innenbearbeitung benötigen die Roboter nur 8 Sekunden. Genau 16 Arbeitsschritte durchläuft jeder Kochtopf bis dieser dann in der Qualitätssicherung landet, verpackt wird und dann in den Verkauf geht.

Am Ende bedankt sich Herr Neuschl für seine zahlreichen Zuhörer, die vom Einblick in die Kochgeschirrfertigung sowie die Geschichte der WMF sehr angetan sind. Unabhängig von der Werksführung besteht anschließend die Möglichkeit, in der „Fischhalle“ Produkte der WMF Group in 2-A-Qualität zu erwerben, im WMF Bistro eine Mahlzeit einzunehmen oder die restlichen Shops im nahegelegenen City Outlet Geislingen zu erkunden.