Stadt Geislingen an der Steige

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Neues aus dem Rathaus und von OB Dehmer

Sonderverkehrsschau begutachtet Fußgängerüberweg in Eybach und beschließt Zusatzbeschilderung

Bei einem Außentermin am Dienstag, den 17.12.2019 hat sich eine kurzfristig anberaumte Sonderverkehrsschau bestehend aus mehreren Stadt- und Behördenvertretern mit dem Fußgängerüberweg in der Eybacher Ortsmitte beschäftigt. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, ob nach dem Unfall vom 20.11.2019, bei dem ein fünfjähriger Junge angefahren und verletzt worden war, möglicherweise Veränderungen bei der Querungssituation notwendig sind.

Oberbürgermeister Frank Dehmer, Eybachs Ortsvorsteher Arno Braunschmid sowie Vertreter des Polizeipräsidiums Ulm, des gemeinsamen Straßenbauamtes der Landkreise Esslingen/Göppingen, der Geislinger Straßenverkehrsbehörde sowie des städtischen Tiefbauamtes trafen sich, um sich direkt vor Ort über den Verkehrsunfall und mögliche Folgemaßnahmen auszutauschen.

Wie auch schon durch die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet wurde, lief der Fünfjährige am Unfalltag mit seiner Mutter, weiteren Kindergarten- und Grundschulkindern sowie eines Erwachsenen aus Richtung Roggentalstraße kommend auf den Fußgängerüberweg zu. Zunächst blieb er vor dem Zebrastreifen in der Von-Degenfeld-Straße stehen und wartete dort am Straßenrand. Die Gruppe wollte den Fußgängerüberweg in Richtung Steigstraße überqueren, wobei der Junge der Gruppe bereits vorausgeeilt war. Als der Fünfjährige dann dort am Zebrastreifen zunächst wartete, rief die Mutter demnach dem Jungen zu, er solle den Zebrastreifen überqueren, so dass die dort bereits stehengebliebenen Autos, die ihn am Straßenrand wahrgenommen hatten, nicht länger warten müssten. Der Fünfjährige lief daraufhin los und es kam zu dem folgenschweren Zusammenstoß mit einem Van, der in Richtung Böhmenkirch fuhr. Dessen Fahrer sah den Jungen, der offenbar von einem anderen Fahrzeug verdeckt wurde, zu spät und konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten.

Reimund Vater vom Polizeipräsidium Ulm führte aus, dass dieser Zwischenfall hier im Übrigen seit 17 Jahren der erste Verkehrsunfall mit einem Personenschaden gewesen sei. Auch sonst sei der Überweg in der Verkehrsunfallstatistik bisher noch nie aufgefallen.

Übereinstimmend waren sich die Teilnehmer an der Sonderverkehrsschau vor Ort in ihren Bewertungen der Querungssituation darin einig, dass sowohl die aktuelle Beleuchtungssituation als auch die Sichtverhältnisse aus beiden Fahrtrichtungen an dem Fußgängerüberweg unproblematisch sind. Für die Einrichtung einer Fußgängerampel, so die Einschätzung des Vertreters des gemeinsamen Straßenbauamtes der Landkreise Esslingen/Göppingen Kurt Köder, seien die Verkehrszahlen mit 350 Fahrzeugen pro Spitzenstunde zu niedrig. Die Einrichtung einer Fußgängerampel an Stelle des bestehenden Zebrastreifens wurde daher und mit Blick auf den Unfallhergang sowie die Unfallstatistik aus den Vorjahren von der Verkehrsschau abgelehnt.

Aber auch wenn der jetzige Verkehrsunfall letztlich auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen ist, wurde grundsätzlich Handlungsbedarf an dieser verstärkt als Schulweg genutzten Straßenquerung gesehen. Die Teilnehmer an der Verkehrsschau beschlossen daher, dass in Kürze zwei Verkehrszeichen „Achtung Kinder!“ (Zeichen 136 der StVO) jeweils versehen mit der weißen Zusatzbeschilderung „Schulweg“, in beiden Fahrtrichtungen vor den Bushaltestellen und damit direkt vor dem Zebrastreifen montiert werden. Dadurch sollen alle Autofahrer nochmals auf die besondere Schul- und Kindergartenwegsituation in der Eybacher Ortsmitte und die regelmäßige Nutzung des Fußgängerüberweges durch größere Gruppen von Kindern und Schülern hingewiesen werden.

Ausdrücklich gelobt wurde abschließend nochmals die Maßnahme, die durch das Polizeipräsidium Ulm zum Zwecke der Verkehrsprävention bereits kurz nach dem Unfall ergriffen wurde, um die betroffenen Eybacher Kinder nochmals gesondert am Fußgängerüberweg zu schulen. Ebenso gelobt wurde von allen Beteiligten die Aktion der Grundschule in Eybach, die allen Erstklässlern in Eybach bereits seit mehreren Jahren zu deren Einschulung immer eine Warnweste als Schulantrittsgeschenk überreicht.

Vertreter der Sonderverkehrsschau beim Ortstermin am Zebrastreifen in Eybach
Vertreter der Sonderverkehrsschau beim Ortstermin am Zebrastreifen in Eybach

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