Die Stadtverwaltung startet mit guten Nachrichten aus Stuttgart ins neue Jahr: Für die Zusammenlegung der beiden Geislinger Gymnasien am Standort des Helfenstein-Gymnasiums im Notzental erhält die Stadt deutlich höhere Fördermittel als bislang angenommen. „Wir bekommen tatsächlich eine wesentlich höhere Förderung für dieses zentrale Bildungsprojekt“, freut sich Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia. „Das ist ein wichtiges Signal und eine Erleichterung für unsere Stadt.“
Nach aktueller Kostenschätzung belaufen sich die Gesamtkosten für die Zusammenlegung der beiden Gymnasien auf rund 65 Millionen Euro. Nach derzeitigem Stand sind davon etwa 51 Millionen Euro zuschussfähig. Daraus ergibt sich ein voraussichtlich zu erwartender Förderbetrag von rund 42 Millionen Euro und damit eine deutlich höhere Förderung als bisher kalkuliert.
Zudem hat das Regierungspräsidium Stuttgart der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass diese höheren Fördermittel bereits im Haushalt 2026 eingeplant werden dürfen. Auch die notwendigen Ausschreibungen für das Bauprojekt können nach der Haushaltsgenehmigung erfolgen, obwohl der offizielle Förderbescheid erst im Herbst 2026 erwartet wird.
„Diese Nachrichten verschaffen uns mehr Planungssicherheit und ermöglichen es uns, die nächsten Schritte für das Neuen Gymnasium zu gehen“, sagt Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia.
Deutlich höhere Förderung, aber weiterhin große finanzielle Herausforderung
Gleichzeitig macht die Stadtverwaltung deutlich, welche übergeordnete Bedeutung das Projekt hat: Der gymnasiale Standort ist auch als Wirtschaftsfaktor bedeutend. Trotz der hohen Fördermittel bleibt eine Finanzierungslücke von zirka 23 Millionen Euro bestehen. „Wir können bauen, aber es wird finanziell sehr schwer für uns“, betont Oberbürgermeister Ignazio Ceffalia. „Alleine werden wir das nicht schaffen. Dieses Projekt gelingt nur gemeinsam – mit Unterstützung des Landes und unserer Umlandgemeinden, aus denen rund 60 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler kommen. Wir bauen nicht nur für Geislingen, sondern für eine gesamte Bildungsregion.“
Klare Prioritäten erforderlich
Die angespannte Haushaltslage bleibt trotz der höheren Förderung bestehen. Um dieses Großprojekt realisieren zu können, wird die Stadt andere Vorhaben kritisch überprüfen und priorisieren müssen. „Wir werden unsere Ansprüche deutlich zurückschrauben und viele andere Projekte auf dem Prüfstand stellen müssen“, sagt der Oberbürgermeister. „Das ist schmerzhaft, aber notwendig, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern.“
Die Stadtverwaltung wird den Gemeinderat und die Öffentlichkeit weiterhin transparent über die nächsten Schritte und die weitere Entwicklung informieren.